Vorfahren

In der Zeit der Völkerwanderung haben die Arier oder Phönizier ihre asiatischen Molossen-Hunde nach Europa gebracht, In vorgeschichtlicher zeit finden wir diesen molossoiden Hundetyp in Asien, Europa und in Afrika gleichermassen verbreitet. Es handelte sich um schwere Hirtenhundetypen, meist mit Stehohren und verschiedener Haarstruktur,
of auch mit mähnenartiger Halskrause. Es waren keine doggenähnliche Hunde,
wie dies heute falscherweise oft behauptet wird. Die Urvölker nahmen sie als eine der besten damaligen Waffen auf ihre Eroberungsfeldzüge mit. Kraft, Mut und die Eigenschaft, nie nachzugeben, waren die Kriterien nach denen Kriegshunde ausgesucht, gezüchtet und bewertet wurden. Wir dürfen uns nicht wundern, wenn in der Römerzeit noch nichts von englischen Hunden in Virgils Schriften festgehaleten ist. Der Name Britanniae war vor der Invasion Julius Cäsar's den Römern kein Begriff. Erst "Strabon" (38 n.Ch.) erwähnt, man habe die Pugnaces Britanniae zu Jagt und Krieg verwendet. Dies berechtigt zur Annahme, das der hautreiche, fleischige Doggentyp ursprünglich aus England kam.

Die Geschichte des Bulldogs

Die grössten und bekanntesten Bullenkämpfe fanden im 14., 15. und 16. Jahrhundert in England statt. Beliebte Austragungsorte dieser Kämpfe waren die Städte Stamford, Tutbery und Tetbury. Diese Bullenkämpfe wurden unglaublich schnell populär, und man weiss, dass auch Königin Elisabeth I oft zu den Zuschauern gehörte. Im Gegensatz dazu fanden Stierkämpfe mit Hunden überall in ganzen Land statt. Kämpfe zwischen zwei Hunden erreichten im 18. Jahrhundert eine grosse Verbreitung; denn sie waren mit viel weniger Aufwand und Kosten verbunden als mit Bullen. Im 16. und 17. Jahrhundert waren Bärenkämpfe mit Hunden fast beliebter, als die bis dahin weltweit bekannten Stierkämpfe. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts fielen jegliche Art der Hundekämpfe beim englischen Adel immer mehr in Ungnade. Der Bulldog verlor immer mehr an Ansehen und wurde bald nur noch von den niedrigsten Volksschichten gehalten. Dennoch wurden die Hundekämpfe nicht verboten, denn viele Landwirte oder Grossgrundbesitzer verdienten damit immer noch heimlich Geld. Dann im Jahre 1835 verbot das englische Parlament diese bluttrünstigen Kämpfe mit Tieren. Die hohen Strafen, die verhängt wurden, trugen dazu bei, diesen tierquälerischen Sport in der Öffentlichkeit auszurotten. Viele der sogenannten "Bulldoghetzer" existierten dennoch weiter.

Standard

Die Englische Bulldogge, ist ein liebevoller, gutmütiger, gemütlicher aber in seiner Art sehr bestimmter Hund. Es liegt am Besitzer was er aus seinem Hund macht, dies gilt aber für jede Rasse.
Sein heutiges Aussehen, ist ein besonderes Anliegen aller ambitionierten Züchter, die ernsthaft bemüht sind bei der Zucht dieser außergewöhnlichen Rasse typische Merkmale zu erhalten,
diese aber in keiner Weise zu übertreiben um der Lebensqualität der Hunde keinen Abbruch zu tun.
So wünschen wir zwar heute immer noch den muskulösen, gedrungenen Hund mit ca. 25 kg Körpergewicht, ein Athlet, dem es an Behändigkeit und Beweglichkeit nicht fehlen darf.
Der Kopf ist mächtig, und typisch ist der kurze, breite Fang.
Die Ohren werden nicht kupiert und die Art wie er sie hält (Rosenohren), trägt ebenso zu seinem typischen Ausdruck bei, wie die dunklen, großen, seelenvollen Augen,
die niemals von Falten überdeckt sein dürfen.

Allgemeine Erscheinung:
Kurzhaarig, untersetzt, eher tief gestellt, breit gebaut, kraftvoll und kompakt.
Massiver Kopf, im Verhältnis zum Körper ziemlich groß.
Kein Merkmal darf derart dominieren, dass die Ausgewogenheit insgesamt gestört ist, oder der Hund verformt oder in seiner Bewegungsfreiheit beeinträchtigt erscheint.
Gesicht kurz, Fang breit, stumpf und nach oben gerichtet.
Körper kurz, gut zusammengefügt, Gliedmaßen stämmig,
gut bemuskelt und von starker Kondition.
Hinterhand hoch und kräftig, aber im Vergleich zur schweren Vorhand etwas leichter.
Hündinnen nicht so großrahmig und stark entwickelt wie Rüden.

Kopf und Schädel:
Kopfumfang groß, sollte (vor den Ohren gemessen) ungefähr der Schulterhöhe des
Hundes entsprechen. Von vorne gesehen erscheint der Kopf vom Kinn bis zum Scheitel sehr hoch, auch sehr breit und kantig. Sich neben den Augen ausdehnende, gut gerundete Backen.
Von der Seite gesehen erscheint der Kopf vom Hinterkopf bis zur Nasenspitze sehr hoch und kurz.
Stirnpartie flach, lose Hautfalten auf und um den Kopf, die aber weder zu stark ausgebildet sind noch das Gesicht überlappen dürfen.
Stirnknochen ausgeprägt, breit, quadratisch und hoch; tiefe und breite Einbuchtung zwischen den Augen.
Vom Stop verläuft bis zur Mitte des Scheitels eine breite und tiefe Stirnfurche, die bis zum Hinterhauptbein fühlbar ist. Gesicht vom vorderen Teil der Backenknochen bis zur Nasenspitze kurz, mit Hautfalten. Fang kurz, breit,
aufwärts gebogen und vom Augenwinkel bis zum Lefzenwinkel sehr tief.
Nase und Nasenlöcher groß, breit und schwarz, keinesfalls leberfarben, rot oder braun. Nasenspitze in Richtung der Augen zurückgesetzt.
Abstand vom inneren Augenwinkel (oder von der Mitte des Stops) bis zur Nasenspitze nicht länger als jener von der Nasenspitze zum Rand der Unterlippe. Nasenlöcher groß und weit geöffnet mit einer deutlichen, senkrechten, geraden Linie dazwischen.
Lefzen dick, breit, hängend, und sehr tief, den Unterkiefer seitlich vollständig überlappend, aber nicht vorne; ort müssen sie bis zur Unterlippe reichen und vollständig die Zahnreihe bedecken.
Kiefer breit, massiv und kantig. Unterkiefer vorne beträchtlich länger als der Oberkiefer und aufgebogen.
Von vorne gesehen müssen die verschiedenen Partien des Gesichtes beidseits einer gedachten Mittellinie gleichmäßig ausgewogen erscheinen.

Augen:
Von vorne gesehen tief unten im Schädel eingesetzt, gut entfernt von den Ohren. Augen und Stop in einer geraden Linie, in rechten Winkeln zur Stirnfurche. Weit auseinander eingesetzt, jedoch die äußeren Augenwinkel noch innerhalb der Backenaußenlinie liegend. Ihre form rund, mäßig groß, weder eingesunken noch hervorstehend Augenfarbe sehr dunkel - nahezu schwarz. Sie dürfen kein Weiß zeigen, wenn der Hund geradeaus schaut.

Ohren:
Hoch angesetzt, so dass der Vorderrand von beiden Ohren, von vorne gesehen, die Fortsetzung der Außenlinie des Oberkopfes, an seinem höchsten Punkt, bildet. Sie sollten möglichst weit auseinander,
möglichst hoch über den Augen und möglichst weit von diesen entfernt sein. Klein und dünn.
"Rosenohren" sind korrekt, d.h. auf der Rückseite nach innen gefaltet und zurückgelegt, der obere oder vordere Ohrenrand fällt nach außen und hinten, das Innere der Ohrmuschel ist teilweise sichtbar.

Gebiss:
Kiefer breit und kantig, die sechs kleinen Schneidezähne in gerader Linie zwischen den
Fangzähnen, welche weit auseinander stehen. Zähne groß und kräftig, bei geschlossenem Fang nicht
sichtbar. Von vorne gesehen, steht der Unterkiefer direkt und parallel unter dem Oberkiefer.

Hals:
Von mäßiger Länge (eher kurz als lang), sehr dick, tief und kräftig. Gut gewölbte Nackenlinie, mit viel losen, dicken Hautspalten im Bereich der Kehle, beidseitig vom Unterkiefer bis zur Brust eine Wamme bildend.

Vorderhand:
Schultern breit, schräg liegend und tief, sehr kraftvoll und muskulös, geben den Anschein, als wären sie seitlich des Körpers befestigt. Brustkorb geräumig, rund und sehr tief vom oberen Schulterrand bis zum untersten Punkt des Brustbeines. Gut zwischen die Vorderläufe heruntergelassen.
Brustkorb groß um Durchmesser, hinter den Vorderläufen rund (nicht flachrippig sondern gut gerundete Rippen). Die stärkste Rundung sollte direkt hinter den Schultern liegen. Vorderläufe sehr stämmig und stark, gut entwickelt, weit auseinander stehend, dick, muskulös und gerade. Die äußere Linie erscheint eher gewölbt, aber die Knochen sind stark und gerade, nicht krumm oder gebogen;
im Verhältnis zu den Hinterläufen kurz, aber nicht so kurz, dass dadurch der Rücken lang erscheint oder die Aktivität des Hundes darunter leidet und er verkrüppelt wirkt. Ellbogen tief angesetzt, deutlich vom Rippenkorb abstehend. Vordermittelfuß kurz, gerade und kräftig.

Rumpf:
Brustkorb breit, seitliche gerundet, ausgeprägt und tief.
Rücken kurz, kräftig, im Schulterbereich breit, in der Lendenpartie vergleichsweise schmäler. Unmittelbar hinter den Schultern ist der Rücken geringfügig eingesenkt (tiefste Stelle), von da an steigt die Wirbelsäule bis zu den Lenden an (wobei der oberste Punkt der Lendenpartie höher liegt als die Schulter), danach fällt die Oberlinie - einen Bogen bildend - zur Rute hin steiler ab (genannt "roach-back"), ein für diese Rasse charakteristisches Merkmal. Körper bis weit nach hinten gut aufgerippt, Bauch aufgezogen und nicht hängend.

Hinterhand:
Hinterläufe starkknochig und muskulös, vergleichsweise länger als die Vorderläufe, wodurch die Lendenpartie erhöht wird. Sprunggelenke leicht gewinkelt, tiefstehend.
Läufe lang und muskulös von der Lende bis zum Sprunggelenk, den Hintermittelfuß kurz, gerade und stark. Kniegelenke rund und leicht auswärts gedreht, wodurch sich die Sprunggelenke einander nähern und die Pfoten auswärts gestellt werden.

Pfoten:
Vorderpfoten gerade und ganz wenig auswärts gestellt, von mittlerer Größe und mäßig rund.
Hinterpfoten rund und kompakt, Zehen kompakt und dick, gut voneinander getrennt, gut aufgeknöchelt.

Rute:
Tief angesetzt, an der Wurzel ziemlich gerade heraustretend und dann nach unten gebogen. Rund, glatthaarig und ohne Fransen oder grobe Behaarung. Mäßig lang - eher kurz als lang - dick am Ansatz, sich generell zu einer feinen Spitze verjüngend.
Abwärts gerichtet getragen (ohne aufwärts gebogenes Rutenende) und nie über die Rückenlinie.

Gangart/Bewegung:
Vornehmlich schwer, gebunden, scheint mit kurzen, schnellen Schritten auf den Zehenspitzen zu gehen; hebt die Hinterläufe nicht hoch vom Boden, was aussieht,
als ob sie über den Boden gleiten würden; beim Laufen werden die Schultern abwechselnd etwas vorgeschoben.

Haarkleid:
Von feiner Struktur, kurz, dicht und glatt, (hart nur infolge Kürze und Dichte, jedoch niemals borstig.)

Farben:
Einfarbig, oder einfarbig mit schwarzer Maske, (Smut). Farben: (die immer leuchtend und rein in ihrer Art sein sollten): Gestromt, Rot in allen Schattierungen wie rehbraun, falb, fahl, u.s.w.
Weiße und Gescheckte (d.h. weiß in Kombination mit jeder der oben genannten Farben). "Dudley"
(d.h. mit unpigmentierter Nase), schwarz und schwarz mit braun, höchst unerwünscht.

Gewicht:
Rüden 25 kg (55 Ibs) Hündinnen 22,7 kg (50 Ibs)

Wesen

Bulldoggen sind manchmal etwas eigensinnig und führen oft nicht jeden Befehl aus den man ihnen erteilt, trotzdem kann es eine konsequent erzogene Bulldogge mit jedem anderen gut erzogenen Hund ohne Probleme aufnehmen. Die Intelligenz und der Charakter der Bulldogge werden oft belächelt und verkannt. Bulldoggen hängen stark an den von ihnen geliebten Menschen,
sind froh, äußerst sanftmütig und sehr kinderlieb. Wenn es um die Sicherheit Ihrer Besitzer geht können sie großen Mut beweisen. Sie sind in keiner Weise aggressiv, eignen sich aber ausgezeichnet als Schutzhunde da sie sehr wachsam sind und uneingeladene Gäste meist schon durch Ihre drohende Stellung verscheuchen. Für die sportliche Bulldogge, wie wir sie züchten, ist Bewegungstraining überhaupt kein Problem, nur sollte man eine Bulldogge nicht mit einem Windhund verwechseln und dies nicht gerade in der größten Mittaghitze im Hochsommer ausüben. Im Haus sind Bulldoggen ruhig und unaufdringlich, sie schlafen gern, und bleiben auch ohne Probleme längere Zeit über alleine zu Hause, auf Aufforderung sind sie jedoch jederzeit für ein Spiel oder für einen Spaziergang zu haben.
Aus unseren langjährigen Erfahrungen mit "Englischen Bulldoggen" können wir Ihnen diese Rasse als wunderbare, treue Gefährten für die ganze Familie empfehlen und sind überzeugt, daß wer einmal eine Bulldogge gehabt hat, wird niemals mehr einen andere Hunderasse haben wollen

Ursprung des Namens

Bulldog - weil diese Hunde zum Kämpfen mit Bullen gehalten und gezüchtet wurden.Bulldog - weil sie in Gestalt und Figur einem Bullen glichen, vorne schwer und massig, hinten schmaler, leichter und zierlicher.

Haltung

Die Eingewöhnung geht mühelos, wenn der Welpe Zeit genug hat,
seine neue Umgebung noch bei Tageslicht zu inspizieren. Wichtig ist auch das die ersten Tage im neuen Heim möglichst ruhig verlaufen, ohne viel Besuch und Kontakt zu anderen Menschen und Tieren..

Bett zum Schlafen: Wir würden Hartplastik-Wannen empfehlen, da Weidenkörbe und Schaumstoffbetten den unternehmungslustigen Gebissen kleiner Bulldogs nicht Stand halten.

Waschbare Kunstfell-Einlagen oder eine waschbare Decke, zum einlegen in die Wanne.Das auswechseln dieser Einlagen sollte bei kleinen und auch bei größeren Bulldogs (Hunden) regelmäßig wiederholt werde.